audiophiler direkttriebler: brinkmann bardo

Verfasst am 08. Oktober 2010

Plattenspieler mit Direktantrieb haben wegen ihres unruhigen Klangs seit langer Zeit einen schlechten Ruf bei ambitionierten Musikliebhabern. Kraftvolle Riesen-Antriebe mit blitzschnellen Hochlaufzeiten und beeindruckendem Drehmoment bereiteten vorallem DJs, Messtechniker und Rundfunkstudio-Ausrüster eine helle Freude. Keine Freude an Direkttrieblern hatten die Liebhaber audiophiler Musik: Unruhiger und vordergründiger Klang sowie eine unangenehme Grundhärte wurden diesen Plattenspielern nachgesagt.

Brinkmann Bardo - fotografiert an der High ENd 2011 in München

Tatsächlich haben die meisten der heutigen High End Plattenspieler immer noch einen Riemenantrieb. Vielleicht auch weil sich der “schlechte” Direktantrieb über die Jahre vielen High Endern verinnerlicht hat. Aber es gibt sie doch, High End Plattenspieler mit Direktantrieb – wenn auch nur wenige. Brinkmann ist einer von den wenigen Herstellern, die zwei Direkttriebler im Programm haben. Nachdem Brinkmanns erster Direktriebler – der Oasis – sehr guten Anklang bei vielen Musikliebhabern fand, entschied man sich für ein weiteres Modell mit Direktantrieb: Dieses hört auf den Namen Bardo und ist zugleich Brinkmanns Einstiegsofferte in Sachen Plattenspieler.

Der Bardo ist ein im wesentlichen reduzierter Oasis, der von seiner Zarge befreit wurde. Brinkmanns Direct Drive ist ein  eigens entwickelter und gebauter Direktantrieb, der extrem sanft und ruckelarm ist. Das ist das Geheimnis eines audiophilen Direktantriebs. Die musikalische Darbietung des Bardo soll überaus harmonisch und gehaltvoll sein. Bei ruhiger Wiedergabe aber auch ansatzlosse Dynamik soll man mit dem Bardo vergessen können, dass da eigentlich ein Direkttriebler am Werk ist. Ein Laufwerk, das sehens- und vorallem hörenswert ist!

Den Brinkmann Bardo gibt’s für 4’990 Euro (Laufwerk). Für total 7’790 Euro gibts den Tonarm Brinkmann 9.6 dazu.

Einen sehr ausfühlichen Test des Brinkmann Bardo gibts in der image hifi Nr. 96.

Hier gehts zur Produkt-Website des Brinkmann Bardo.