Album-Empfehlung

Piano Transcriptions

von Arcadis Volodos

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Gehört als
CD
Genre
Klassik
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Audiophile Aufnahme!
Beschreibung
Mit den Piano Transkriptionen ist dem jungen russischen Pianisten ein grossartiges CD-Debüt gelungen. Volodos versteht es mit seiner Virtuosität und absolutem Perfektionismus eine Spannung aufzubauen, die in dieser Grösse selten ist.
Transkriptionen mögen dem einen oder anderen aufs erste nicht direkt zusagen, wenn er die Originale bevorzugt. Ich finde aber, dass Transkriptionen durchaus ihren eigenen gebührenden Platz in der klassischen Musik haben dürfen, sind sie doch als ganz neue Werke zu betrachten, die nur dieselbe Thematik als Grundlage haben.
Ganz speziell zu erwähnen sind die Transkriptionen von Vladimir Horowitz auf dieser CD. Volodos galt bereits nach wenigen Einspielungen als Nachfolger des legendären Tastenmagiers Horowitz. Obwohl er das selber nicht gerne hört: "Wozu ist ein zweiter Horowitz nötig?" Recht hat er damit, er ist der neue Volodos!
Die Zugaben waren mitunter das Beste an Horowitz. Er versetzte sein Publikum in Hysterie mit diesen aberwitzig virtuosen Shownummern. Da er um die Wirksamkeit dieser pianistischen Wunderwerke wusste, legte er grossen Wert darauf, dass diese - wenn überhaupt - nur von ihm selber bewältigt werden konnten. Der Meister selbst hielt es für unmöglich, dass jemand sie nachspielen konnte, weswegen es keine Noten von diesen unspielbaren Stücken gibt. Nun kann man diese Stücke wieder erleben und die Leichtigkeit, mit der der junge Pianist aus St. Petersburg diese unspielbaren Stücke spielt, hätten dem wohl grössten Pianisten sicherlich zu denken gegeben...
Klanglich ist die CD hervorragend, die zwei bis drei kleinen Aufnahme-Patzer sind verschmerzbar. Eine Empfehlung für jeden Klavier-Liebhaber, der bekannte Werke ganz neu erfahren möchte.